Haus Kreisau

Sakrower Kirchweg 79, 14089 Berlin

Phone: 030-3650020

Fax: 030-36500233

„We remember“-Besuche im ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen

Haus Kreisau bietet Besuche im ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen an. Immer weniger Berliner Schulklassen besuchen dieses ehemalige Lager vor den Toren Berlins, trotz guter Verkehrsanbindungen und niedriger Kosten. Im letzten Schuljahr fielen viele geplante Besuche von Schulen pandemiebedingt aus. Die Berliner Oberstufenzentren sind die Institutionen, die unseren Jugendlichen im Rahmen ihrer schulischen Ausbildung die Chance auf einen Besuch in der Gedenkstätte Sachsenhausen ermöglichen.

Folgende Termine, jeweils von 10.00-13.00 Uhr oder 13.30-16.30 Uhr, stehen derzeit noch zur Verfügung: 10.05.-12.05.2021 und 14.06.-18.06.2021

Aktuelle und weitere Informationen erhalten Sie bei Lothar Schnepp

„We remember“-Auschwitz – Ein digitales Bildungsangebot

Haus Kreisau bietet digitale Workshops zur Thematik „Konzentrationslager und Auschwitz“ an. Die beruflichen Schulen und Oberstufenzentren sollten einen Zeitbedarf von 3-4,5 Stunden (idealerweise von 09.00-13.00 Uhr einplanen. Inhaltlich wird es um folgende Module gehen: Erarbeitung eines Überblicks über das System der Konzentrationslager, Vermittlung der Komplexität der Auschwitz-Lager, Aussagen von Überlebenden, Verschaffung eines Einblicks in die „Gerichtsbarkeit von Auschwitz“, die Auseinandersetzung über den „Sinn von Erinnerung“ und die Vorbereitung eines angedachten Gedenkstättenbesuchs.

Aktuelle und weitere Informationen erhalten Sie bei Lothar Schnepp

Belegungs- und Buchungsanfragen am Besten per Mail

Liebe Gäste,

die Gesundheit Aller hat und bleibt weiterhin oberste Priorität. Daher freuen wir uns, trotz der aktuellen Situationen, über Belegungs-und Buchungsanfragen. Wir sind am Besten per E-Mail erreichbar.

Wir freuen uns schon sehr, wenn wir Sie hoffentlich bald wieder als Gäste begrüßen dürfen.

Bleiben Sie gesund!
Ihr Haus Kreisau Team

27.01.1945 „we remember“

Holocaust-Gedenktag: Heute vor 76 Jahren wurde Auschwitz befreit. Aus der Geschichte zu lernen ist möglich – und notwendig. Die Gedenkstättenfahrt, vor genau einem Jahr, bildete den Auftakt zu einer Reihe weiterer erinnerungspädagogischer Bildungsangebote von Haus Kreisau, wobei einige coronabedingt ins Jahr 2021 verschoben werden mussten. Schirmherrinnen der Aktionen sind die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli und Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein.

„OSZ vs. Vogelschiss“ wird daher weiterhin das Schwerpunktthema bis zum Sommer 2021 sein. Dazu bietet das Haus Kreisau den Schüler*innen sowie Auszubildenden aller Berliner Oberstufenzentren in den kommenden Monaten unterschiedliche Projekte -in Präsenz bzw. über online Formate- an. Angeboten werden Exkursionen zu Gedenkstätten, Seminare zum Themenbereich Eugenik und Euthanasie mit Besuch in der Gedenkstätte „Euthanasieanstalt Brandenburg“, Schulaktionstage, Projektwochen, aber auch Exkursionen zu Erinnerungszeichen in Berlin wie Mahnmale oder Stolpersteine. „Wir möchten damit ein Zeichen gegen den Rechtsruck in unserer Gesellschaft setzen, ein Zeichen für Menschlichkeit und Solidarität gegenüber den Menschen, die in ihrer Not zu uns kommen“, sagt Projektleiter Lothar Schnepp, „Unsere Aktion soll ein Beitrag dazu sein, junge Menschen fit für eine multikulturelle Zukunft ohne Rassismus zu machen.“ Begleiten Sie uns unter Instagram #oszvsvogelschiss

Aktuelle und weitere Informationen erhalten Sie bei Anke Fischbock und bei Lothar Schnepp

Berühren. Berührt werden. Sich berühren lassen.

Ein neues und gutes Jahr 2021!

Berühren. Berührt werden. Sich berühren lassen. – Der Engel des italienischen Malers Giotto streckt sich sachte, zärtlich nach einer Berührung aus. Vom Himmel in Richtung Erde, denn Berührung sucht einen anderen Menschen, einen anderen Körper, ein Gegenüber. Da kann der Himmel sich öffnen. In Zeiten, in denen Berührung fast unmöglich geworden ist, hoffen wir doch auf Momente in unserer Arbeit, in denen junge Erwachsene von etwas berührt, angerührt, ergriffen werden, auf Momente, die sie in Bewegung versetzen. Die ihr Interesse wecken, sie motivieren und sie ins Sprechen und Handeln bringen. Die sie in Berührung bringen mit sich und der Welt. Das passiert nicht jeden Tag, doch wenn es geschieht, fühlen auch wir selbst uns mitten in unserer Arbeit wie von einem Geschenk des Himmels sachte berührt. Dann ist der Sinn unserer oft anstrengenden Arbeit ganz klar.

Herzlichen Dank an all unsere Gäste, Partner*innen und Alle die uns unterstützen. Und Grüße an Euch und Sie in der Vorfreude auf alle kommende Zusammenarbeit in der Hoffnung auf ein neues Jahr, das es uns wieder frei von Ängsten erlaubt, uns berühren zu lassen.

Ihr Haus Kreisau Team

07.05.2021 „We Remember!“ Ein Tag, viele Orte, unzählige Erinnerungen

Den 09.11.2020 hatten wir geplant und mussten ihn Pandemiebedingt alle geplanten Veranstaltungen absagen – mit dem Versprechen einen Ersatztermin zu benennen. Nun steht er fest: Freitag, 07.05.2021 – kurz bevor wir uns dem Ende des II. Weltkrieges vor 76 Jahren  in Europa erinnern, soll es nun wieder we remember heißen. Von A wie Anne Frank Zentrum bis Z wie Zwangsarbeiterlager Schöneweide können an diesem Tag bekannte und unbekannte, authentische und in das Stadtbild eingefügte Lern- und Gedenkorte besucht werden. Im November 2020 hatten sich wir 450 Anmeldnugen von Schüler*innen – wir wollen die Zahl nach oben übertreffen. Sollten sie Intereresse haben und sich mit Ihrer Gruppe anmelden wollen, melden Sie sich schnell bei uns. Auch auf Instagramm werden in den nächsten Wochen das Programm, die verschiedenen Orte und unsere Kooperationspartner*innen vorgestellt! Begleiten Sie uns unter Instagram #oszvsvogelschiss

Weitere Informationen zum Tag erhalten Sie bei Lothar Schnepp

21.06.-25.06.2021 Bildungsurlaub „Welcher Strom kommt in die Steckdose? Energiepolitik in Deutschland“

Es wird zu heiß-Klimawandel und Energiewende – Beim geplanten Bildungsurlaubseminar 21.06.-25.06.2021 stehen neben theoretischer Wissensvermittlung, auch Gespräche mit Expert*innen über die technischen und politischen Probleme beim Netzausbau auf der Tagesordnung. Des Weiteren steht eine Exkursion zu einem Heizkraftwerk an und Gespräche mit Expert*innen von unterschiedlichen Organisationen.

Aktuelle und weitere Informationen zum Bildungsurlaubseminar erhalten Sie bei Anke Fischbock.

02.06.-04.06.2021 Bildungsurlaub „Welcher Strom kommt in die Steckdose? Energiepolitik in Deutschland“

Wem gehört die Straße-Mobilität in Berlin in Zeiten der Energiewende und Elektrofahrzeugen – Beim geplanten Bildungsurlaubseminar 02.06.-04.06.2021 stehen neben theoretischer Wissensvermittlung, auch Gespräche mit Expert*innen über die technischen und politischen Probleme beim Netzausbau von Elektrofahrzeugen auf der Tagesordnung. Wie spiegeln sich die Ergebnisse vom Klimapaket der Bundesregierung und der Klimagipfel in Paris und Madrid in die Entscheidung eines möglichen Kauf von Elektrofahrzeugen wieder und welchen Einfluss habe ich als Person auf den Klimawandel?

Aktuelle und weitere Informationen zum Bildungsurlaubseminar erhalten Sie bei Anke Fischbock.

19.05.-21.05.2021 Bildungsurlaub „Welcher Strom kommt in die Steckdose? Energiepolitik in Deutschland“

Es wird zu heiß-Klimawandel und Energiewende – Beim geplanten Bildungsurlaubseminar 19.05.-21.05.2021 stehen neben theoretischer Wissensvermittlung, auch Gespräche mit Expert*innen über die technischen und politischen Probleme beim Netzausbau auf der Tagesordnung. Des Weiteren steht eine Exkursion zu einem Heizkraftwerk an.

Aktuelle und weitere Informationen zum Bildungsurlaubseminar erhalten Sie bei Anke Fischbock.

28.11.2020 „Kladower Bündnis für Solidarität, Gesundheit und Demokratie“ erfolgreich

Am 24. 11.2020 fanden viele Klado­wer*innen in ihren Briefkästen einen Aufruf zu einer „friedlichen Versamm­lung“ am darauffolgenden ersten Ad­ventssamstag im Ort. „Für alle, die sich kritische Fragen stellen“, hieß es auf dem Flyer. Darauf zu sehen: ein gelber Kreis mit einem Punkt in der Mitte. Wer rief da zur Demo im Dorf auf? „Spandauer Freiheitsboten“, Querden­ker und besorgte Bürger, hieß es auf dem Flyer. Einige Kladower*innen forschten nach und stellten fest: Das Symbol wird von Neonazis und rechts­extremen Corona-Gegner*innen be­nutzt. Hinter der Veranstaltung stand ein Mann aus der rechten Szene, der in Kladow lebt. Die Polizei gab Aus­kunft, es wären 500 Demonstrant* ­innen angemeldet und man komme mit zwei Hundertschaften.

Handeln war angesagt, sagten sich Mitglieder der Kirchengemeinde und andere Bürger*innen aus dem Span­dauer Süden. „Den Rechten überlassen wir nicht unseren Advent“, sagt einer der Beteiligten gegenüber „die Kir­che“. Namentlich wollen die Befragten nicht genannt werden, denn es gab bereits Drohungen.

Innerhalb weniger Tage wurde das „Kladower Bündnis für Solidarität, Gesundheit und Demokratie“ ins Leben gerufen, die zur Gegendemo einlud. Mit dabei: Mitglieder der Kir­chengemeinden in der Region, der CDU, SPD, von Grünen, Linksjugend und Vereinen. „Ich erwarte, dass alle dabei sind“, sagt eine der Gründerin­nen aus der Kirchengemeinde. Eine Demo hatte in Kladow laut „Tagesspie­gel Newsletter“ zuletzt 1989 gegeben, damals gegen Lastwagenverkehr.

Angemeldet haben die Gegende­monstration dann zwei Pfarrer*innen aus der Region. Zum Einladen blieb nur wenig Zeit, über alle Kanäle und Netz­werke des Bündnisses wurde die Wer­betrommel gerührt – mit Erfolg! Am 28.11.2020 standen nach eigenen Angaben etwa 250 Gegendemons­trant* innen den etwa 20 Teilnehmer*innen der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen gegenüber. Zeit­gleich fand in der Kladower Dorfkirche ein Friedensgebet statt; am Zaun wurde ein Plakat angebracht: „Unser Kreuz hat keine Haken“, war darauf zu lesen.

„Die Querdenker-Demo wollte be­wusst einen bürgerlichen Eindruck machen“, sagt der Beteiligte. „Als Sprecher trat allerdings unter ande­rem Andreas Wild auf, der aus der Fraktion der AfD im Abgeordneten­haus ausgeschlossen wurde – weil sie seine rechten Provokationen nicht länger mittragen wollte.“

„Kritik an den Maßnahmen zu üben, ist legitim“, findet er, „aber nicht im Bündnis mit Rechtsextre­men.“ Eine Teilnehmerin hat mit den Demonstranten gesprochen und gefragt, warum sie ein rechtsradikales Symbol verwenden. „Das wurde abge­tan und man hat sich von Nazis distan­ziert. Dennoch sind die Verbindungen undurchsichtig“, sagt sie. Dass auch Pfarrpersonen bei der Gegendemo waren, war der Mitgründerin beson­ders wichtig. Da müsse Kirche ganz vorne dabei sein. „Ich habe Angst, dass sich rechtes Denken immer breiter macht in der gesellschaftlichen Mitte.“

Das Bündnis ist stolz darauf, dass Kladow hier gemeinsam klare Kante gegen rechts gezeigt hat und sich über Partei- und Konfessionsgrenzen hin­weg zusammengefunden hat. „Die Zivilgesellschaft hat sich hier stark ge­zeigt. Ein total glücklicher Tag“, findet der Mitorganisator. „Das war ein schö­ner Erfolg“, pflichtet die Gründerin bei, die sich besonders über die große Beteiligung von Jugendlichen freut. „Wir haben unser Dorf verteidigt.“